„Dinge, die eine Sub in der Kontaktaufnahme mit mir bedenken/vermeiden sollte.“ – ProDom Edition

Liebe Kundin, lieber Kunde …

Du bist aus einem ganz bestimmten Grund hier und denkst über einen Kontakt nach, um meine Dienste zu erhalten. Wir kennen uns nicht und die Zeit der Annäherung aneinander ist vielleicht nur unwesentlich länger als auf Tinder nach links oder rechts zu wischen. Doch es gibt da so allgemeine Verhaltensregeln, die sich für jede Kommunikation durchgesetzt haben.

Und im Kontakt zu einem Sexarbeiter kommen noch so zwei, drei hinzu. Los geht’s:

a) „Sie“. – Auch wenn Du meinen Namen kennst, siehe Impressum, werde ich immer mit „Herr Mewes“ angesprochen. Mindestens. Zeige ein wenig Respekt vor demjenigen, der für Dich in Frage kommt.

b) Falls das „Du“ Dir wichtig ist, dann nenne mich „Falbalus“ gepaart mit dem „Du“. Da habe ich keine Bauchschmerzen mit. Wichtig: Bleibe dabei! Immer.

Warum das wichtig ist?
Es sind zwei kleine Regeln und wie soll ich Dich einschätzen können, wenn selbst das für Dich eine unüberwindbare Hürde ist. Es tut nicht weh.

c) Sende keine Nacktbilder von Dir, die ich nicht möchte. Erst recht keine Penisbilder! Erniedrige Dich bitte nicht selbst. Wir kennen uns doch gar nicht. Nacktbilder sind kein Vertrauensbeweis.

d) Erwarte bitte keine Echtzeitkommunikation. Du hast ein Leben und ich habe auch eines. Wenn Du unbedingt tickern willst, dann habe ich Zeit und ein Paypal-Konto für die Abrechnung meiner Zeit. Und nein … Sexting gibt es bei mir nicht.

e) Es gibt kein Sofort-Date, auch wenn Du gerade sehr sehr geil bist. Und es wird auch beim ersten Treffen nicht unbedingt gespielt. Du sollst Dir ein Bild von demjenigen machen können, dem Du Dich unterwerfen möchtest.

f) Ich werde vor einem vereinbartem Date zu einer vereinbarten Uhrzeit anrufen, um das Date zu bestätigen. Sei dann bitte auch erreichbar. Wenn ich Dich nicht erreichen kann, dann gibt es auch kein Date.

Ein Wort zu SM

SM ist nur ein Teil des BDSM.
War es schon immer. Hat nur noch niemand bemerkt. Hier die Erläuterung.


BDSM ist eine Sammelbezeichnung für eine Gruppe miteinander verwandter Sexualpräferenzen, die oft unschärfer auch als Sadomasochismus (kurz: SM oder Sado-Maso) bezeichnet werden. Der Begriff umfasst eine Gruppe von Verhaltensweisen, zu denen unter anderem Dominanz und Unterwerfung, spielerische Bestrafung, Lustschmerz oder Fesselungsspiele gehören, welche für die Personen häufig auch im Zusammenhang mit ihrem sexuellen Erleben eine Bedeutung haben. „BDSM“ kommt von den Anfangsbuchstaben der englischen Bezeichnungen „Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“ (auf Deutsch: Bondage & Disziplinierung, Dominanz & Unterwerfung, Sadismus & Masochismus).

Quelle: Wikipedia.


Das könnte ich nun einfach mal so stehen lassen. Nur braucht es hierbei wohl dann auch für die neuen und alten Hasen ein wenig Aufklärung, warum SM nicht gleich BDSM ist und sich dennoch SM durchgesetzt hat. Und wohl leider auch noch eine Weile bleiben wird.


Ich selber wurde mit dem Fachbegriff BDSM sozialisiert und habe meiner Empfindung nach niemals SM betrieben. Ich bin halt nicht alleine dem Sadismus oder dem Masochismus verpflichtet, sondern dem blumigen Drumherum ebenfalls. So habe ich sogar ab und an Sex während einer Session („Pfui … ein SMler macht sowas nicht!“ … oder war es „SMer“? – Der Red.) und bereits dadurch habe ich mich deutlich von diesen SMlern abgetrennt.

Was ich aber verstanden habe ist, dass SM eine Sache ist, die etwas mit der persönlichen Neigung zu tun hat auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite, wie ich Nicht-Wissenden BDSM erklären soll.

Das öffentliche Bild von BDSM ist seit jeher durch Geschichten, Bilder und Filme angetrieben, in welchen Sadismus/Masochismus eine wesentlich tragende Rollen spielt. Kein Wunder also, dass sich Menschen in diesem Bereich als SMler sehen, wenn sie mehrheitlich dem nachgehen. Und so wurde alles und jedes BDSM in das SM geschoben. Selbst alte Meister verwenden heute kopfschüttelnd den Begriff BDSM statt SM, weil das ja jetzt „en vogue“ sei.

Dabei unterstelle ich nicht mal böse Absicht. Denn selbst wenn ich einem Nicht-Wissenden BDSM in die einzelnen Buchstaben zerlege und deutlich mache, dass es Menschen gibt, welche (wie ich) mehrheitlich D/s machen, mit ein wenig SM, aber niemals das B, so scheint es dafür eine Extra-Zeit zu brauchen bis das ankommt. Kein Wunder also, dass Wissende im BDSM am Ende einfach auf „Das ist doch dieses SM, was die da im Fernsehen bringen?“ seufzend „Ja, ist es.“ antworten, weil sie sich den Mund fusselig geredet haben und nicht dem 50sten Menschen alles haarklein auseinander legen wollen.

Und so manifestiert sich das Akronym „SM“ als Abkürzung für „BDSM“. Ähnlich wie „Hast Du mal ein Tempo?“. Denn wir wollen mit dieser Frage ja auch kein Markentaschentuch, sondern eben irgendeines, weil wir dringend schneuzen müssen.

Zusätzlich sind es aber auch wissende BDSMler, die in den Medien tatsächlich behaupten, dass BDSM und SM ein und das gleiche sei oder dass man früher zu BDSM ja noch SM gesagt habe und schwupps … Medien hinterfragen da nicht viel. Schließlich haben sie ja einen Experten befragt. Manchmal würde ich mir wünschen, dass Medien ihr Wissen nicht nur von einem Experten abhängig machen, sondern erst ein paar verschiedene befragen, bevor sie überhaupt den ersten Artikel veröffentlichen.

Aber es taucht auch noch als Schlagwort im Internet auf. So nehme ich ja derzeit an der #smblogparade auf Twitter teil, obgleich die ganzen verschiedenen Artikel nicht in Gänze nur mit SM zu tun haben, sondern mit BDSM und damit auch #bdsmblogparade der richtige Hashtag wäre.

Wenn wir Autoren, und Wissenden, uns nicht mal selbst an Konventionen halten, wie sollen das Nicht-Wissende können? Denken Sie dabei einfach an das Taschentuch. Dann geht’s wieder.

 

BDSM und Escort

Bild von mir und meiner Sub

Auf die Frage, wie man einen gewissen Pfiff in sein Leben bekommt ohne jedoch gleich in die Vollen des BDSM zu gehen, antworte ich immer gleich:

Offenheit und Kommunikation sind der Schlüssel zu Allem.

Sie wollen also wissen, was in einer Nachtvorstellung im Kino in der letzten Reihe so passieren kann? Oder welche Wege sich bei einem gemütlichen Abendessen eröffnen können? Was wohl mein Mann dazu sagt, wenn er „solche“ Fotos von mir bekommt? Wie wäre es wohl, wenn mein Mann dabei wäre? Darf ich meine Freundin mitbringen?

Höre auf nur für Deine Freundin zu fragen und stelle mir Deine Frage direkt!

Berührbare Dominanz

Berührbare Dominanz

Was versteht man, besser: Was verstehe ich darunter?

Ich denke, dass viele Menschen im Internet gerade die ziemlich harten Gangarten im BDSM zu sehen bekommen, wenn sie nach BDSM suchen.

Berührbare Dominanz geht einen Tacken anders. Submission wird durchaus auf eine gewisse Art und Weise erzwungen (auch wenn diese freiwillig gegeben wird), aber ich als Dominus bleibe dabei berührbar und erlaube Berührung und somit findet eine sehr sensitive Dominanz statt, die weniger auf pure Unterwerfung aus ist. Sie geht eher davon aus, dass Submission gerne gegeben wird.

Dieses BDSM ist nicht laut, aber dennoch fordernd und eindeutig in seinen Zielen. Und diese Ziele werden nicht alleine in meinem Film gelebt, sondern ich spiele den Regisseur, welcher die Submission des Partners sanft hervorholt, tatsächlich einfordert, aber eben eher belohnt und weniger bestraft.